Aktuelle Ereignisse im Club

VZV-Tagung in Verden/Aller

Vom 22. Juni bis 24. Juni trafen sich alle Vorsitzenden oder Delegierten zur jährlichen VZV-Tagung, diesmal in Verden an der Aller.
Nach der öffentlichen Begrüßung vor dem Rathaus, wurden alle anwesenden Züchter zu einen gemütlichen Grillabend eingeladen. Das Highlight? Wir wurden vom Hotel aus per Traktor ins Vereinsheim gefahren.

Der Ausrichtende SV der Antwerpener Bartzwerge stellte das Wochenende unter den Motto: Zuchtfreunde unter sich. So verlief schon der Freitagabend sehr gemütlich bei reichlich Essen und Trinken.

Dem Samstag starteten wir mit einer Interessanten Stadtführung durch Verden. Anschließend ging es in das Pferdemuseum. Und dem Motto treu bleibend ging es anschließend zu den Züchtern Edmund Schmidt und Manfred Gitz. Hier konnten die beiden Zuchtanlagen, die sehr sehenswert waren genau begutachtet werden. Auch die Gespräche unter Zuchtfreunden kamen bei einen Imbis und Getränke nicht zu kurz.

Am Nachmittag gab es dann die Arbeitsgruppen, diesmal hintereinander für alle Züchter. Simon Bultmann hielt einen sehr ausführlichen Bericht über die neuen Medien (facebook, Zwitter u. Co) und das werbewirksame auftreten der SV per Homepages.

Im Anschluss stellten sich die beiden neuen VZV Partner Teekontor und die Tierarztklinik aus Jessen sich vor.

Abends gab es einen gemütlichen Züchterabend .

Die Jahreshauptversammlung lief sehr ruhig und schnell ab. Ruben Schreiter ging noch einmal auf wichtige Punkte im BZA ein auch stellte er in Vertretung des WGH die Zwischen Ergebnisse der Kurzbeinigkeit vor. Im Moment sieht es nicht danach aus, das diese eine starke Beeinflussung hat. Es wurden alle zu wählenden wieder gewählt. Dazu kommt jetzt noch eine Medien- und Marketing Beisitzer hier wurde einstimmig Simon Bultmann aus dem SV der Antwerpener Bartzwerge gewählt.

 

Zu VZV-Ehrenmitglieder wurden Wilfried Brinkmann, Günther Droste und Zuchtfreund Saß geehrt.

HSS in Sulingen 2018 zusammen mit den SV der Onagadori & Phönix Züchter und den Langkrähern

Rückblick

Vom  27. April bis 29. April trafen sich wieder Züchter zur alljährlichen Frühjahrsschau, diesmal im Schützenhaus Sulingen.

Nach dem am Freitag alle in Ruhe ihre Tiere einsetzen konnten, trafen wir uns zu einen gemütlichen Züchterabend im Hotel und dort wurde sich rege über die letzten Monate ausgetrauscht.

Am Samstag brachen viele Zuchtfreunde nach Ströhn auf und besuchten das bekannte Arabergestüt und Tierpark.

Am Nachmittag kam die Eröffnung u. a. mit dem Bürgermeister von Sulingen und dem LV Vorsitzenden A. K. Walter.

Anschließend gab es eine Tierbesprechung mit Ulrich Freiberger als Zuchtwart und Ruben Schreiter.

 

Am Sonntagvormittag hielten wir unsere Jahreshauptversammlung ab. Wir konnten im diesem Jahr folgende neue Züchter im Ohiki Club begrüßen: Uwe Sorge, Chriistian Terhaar, Manfred Troll, Herlmut Böttjer, Mike Bölken, Jutta Behrens und uns freut es besonders eine neue Jungzüchterin im Club begrüßen zu dürfen.

Zur Wahl standen Elke Klausing als Schriftführerin und Rolf Klausing als 2. Vorsitzender.

Elke Klausing wurde einstimmig wiedergewählt. Rolf Klausing trat nicht wieder an. Wilma Oesterwind  bedankte sich herzlich für die geleistete Arbeit. Als neuen 2. Vorsitzender wurde einstimmig Viktor Ginter gewählt.

Die nächsten Termine wurden besprochen, u. a. am 29. September findet wieder eine Tierbesprechung,  diesmal in Krebeck, statt. Die nächste HSS 2019 wird wieder in Soest statt finden. 2020 wird die HSS von den Ohikis in Bilshausen durchgeführt.

Anschließend liessen wir die Tierbesprechung vom Samstag noch einmal Revue passieren.

Karl Stratmann und Viktor Ginter erangen auch die Leistungspreise.

Am frühen Nachmittag konnten wieder alle die Heimreise antreten.

HSS Internat. Ohiki-Club, Sulingen 2018

Mit 56 Ohiki auf der Frühjahrsschau 2018 in Sulingen konnte ein sehr gutes Meldeergebnis erreicht werden. Die 8 Aussteller der kleinen Japaner fanden hervorragende Rahmenbedingungen im Sulinger Schützenhaus vor. Im Vergleich zu den Vorjahren kann weiter von einer steigenden Qualität berichtet werden. Gerade im Ohikityp mit der gewollten Körperbreite, Standtiefe und dem Rückenschwung werden die Schaukollektionen immer ausgeglichener. Unter Beachtung der Jahreszeit war die Schauverfassung und Gefiederqualität der allermeisten Tiere lobenswert. Nur vereinzelt wurde ein insgesamt etwas anliegenderes Gefieder gewünscht.

Eine  üppige Hals-, Sattel- und Schwanzbefiederung als Hauptblickfang der Hähne war fast durchweg gegeben und kann als gefestigt betrachtet werden. Besonders bei den Silberhalsigen wurden dabei in der Schleppe mit vielen, relativ schmalen aber geordneten Federn große Fortschritte erreicht. Der Schwanz muss leicht angehoben getragen werden, um den anvisierten Rückenschwung zu präsentieren. Hier wurde bei einigen Tieren der Rückenschwung noch ausgeprägter gewünscht. Rassecharakteristisch ist eine Schwanzpartie, die sowohl in Seiten- als auch in der Draufsicht leicht gewölbt erscheint. Diese besondere Schwanzform wird von zunehmend mehr Tiere sehr rassig verkörpert. Wünsche nach einen etwas breiteren Schwanz und einer volleren Schwanzeindeckung wurden bei den Hennen wiederholt vermerkt.

Mit Ausnahme von wenigen Tieren war die Standtiefe als sehr typisch anzusprechen. Ganz klar wird ein tiefstehender Gesamteindruck gefordert, jedoch ist nach m. M. eine gewisse Schwankungsbreite in der Standhöhe zu akzeptieren – auch in Kenntnis der möglichen Zusammenhänge zwischen Stand und Befruchtung.

In den Kopfpunkten als Nebenmerkmal sind in den weißen Ohrscheiben große Verbesserungen zu verzeichnen. So musste nur bei einem Tier ein Fehlereintrag wegen stark rötlich durchsetzter Ohrscheibe erfolgen. Ein leicht braun-gräulicher Schimmer auf den Ohrscheiben wurde als Wunsch vermerkt. Die im Vergleich zur Schausaison im Oktober bis Dezember doch deutlich größeren Kämme der Hennen bringen auch die eine oder andere bis dahin nur wenig offensichtlich Ungleichmäßigkeit in der Kammzackung zu Tage. Angeschobene Kehllappen traten bei den Hähnen im Vergleich zu den Vorjahren viel häufiger auf. Auf dieses Manko ist unbedingt verstärkt bei der Zuchttierauswahl zu achten. Nicht zuletzt sind auch die potentiellen Zuchthennen kritisch auf die Kehllappenansätze zu prüfen, da hier angeschobene Kehllappen weitaus weniger auffällig sind. Grünlich anstatt orangerote Augenfarbe wurde weitestgehend zurückgedrängt. Die weidengrüne Lauffarbe bereitete keinerlei Probleme.

Wie im Standard verankert, besitzen bei der Bewertung Farbe und Zeichnung zugunsten von Typ, Form und Gefiederausbildung nur eine untergeordnete Rolle. Bei den Goldhalsigen sind eine rein schwarze Hahnen- und lachsfarbige Hennenbrust sehr gut gefestigt. Reine Silberanlagen bei den Hähnen und eine saubere Grundfarbe ohne stark rötlichen Anflug sind mittlerweile bei einzelnen Tieren vorhanden. Die Lachsbrust der Hennen ist hingegen noch verbesserungswürdig. Hähnen mit Sperberungsansatz im Halsschaftstrich sollte der Zuchteinsatz verwehrt bleiben. Bei nicht wenigen goldhalsigen Hennen war der Goldton im Hals- und Mantelgefieder doch schon recht hell. Auf eine zarte Rieselung im Hennenmantel ohne Flitteransatz gilt es weiter hinzuarbeiten. Stark rote Flügeldecken mit viel zu wenig Rieselung können nicht toleriert werden.

Unter den 9,28 goldhalsigen und 7,12 silberhalsigen Ohiki in Sulingen befand sich eine Vielzahl von erstklassigen Vertretern mit 95 Punkten und mehr. Bei den Goldhalsigen errangen Stefanie & Alfred Karl Walter 2x HV, Karl Stratmann 2x V und 1x HV. Unter den Silberhalsigen gingen V und HV an Karl Stratmann. Herzlichen Glückwunsch an die Erringer der Spitzennoten!

Ruben Schreiter

Unsere Ohiki auf den Bundesschauen 2017 in Erfurt

Klein , aber fein, so kann man die Kollektion der Ohiki in Erfurt anläßlich der 99. Nationalen treffend beschreiben. 8 Tiere insgesamt: 2,3 goldhalsig, 1,2 in silberhalsig, alles Jungtiere, Alleinaussteller Karl Stratmann.

Alle, die bei den Ohiki vorbeikamen, oder Kollegen, die bei der Bewertung mal vorbei schauten, einschließlich des Obmanns, waren begeistert von dem goldhalsigen Hahn, der die Note vorzüglich mehr als verdient hatte. Solch eine Federfülle! Und dazu präsentierte er sich - wie alle anderen auch - immer von der besten Seite, geriet niemals in Hektik. Ein Siegerband stand mir für die Rasse nicht zur Verfügung, aber das Grüne Band bekommt man auch nicht alle Tage, und eben nur in Thüringen.Qualitativ in (fast) nichts nach stand die silberhalsige Henne in 5898, aber die Leuchtkraft eines so eindrucksvollen Hahnes kann eine Henne gar nicht ausstrahlen, auch wenn sie in allen Hauptrassemerkmalen nach dem Zuchtstand eigentlich vorzüglich ist. Der Wunsch nach etwas intensiverer Lachsbrust betrifft eben kein so vorrangiges Rassemerkmal wie Figur, Haltung, Oberlinie und abgerundete Schwanzpartie.

Der zweite goldhalsige Hahn mit 95 Punkten konnte im Kammblatt vorne glatter sein und im Übergang noch etwas federreicher. So ist das, wenn so eine "Granate" daneben steht!

Bei den Hennen gab es kaum etwas auszusetzen: 1 x 95, 2 x 94 Punkte, sie erreichten nicht ganz die Qualität im Abschluß wie die oben erwähnte silberhalsige. Eine zeigte im Gegensatz zu allen anderen bei allen formlichen Vorzügen etwas wenig Gesichtsblüte. Dem silberhalsigen Hahn war ein etwas besserer Kammschnitt zu wünschen. Insgesamt eine prima Werbung für die Rasse!

 

Komplettiert wurde die Vostellung durch eine Voliere von Karl Stratmann, deren Bewertungskarte ich natürlich nicht habe, aber die Bewertung sagt alles: vorzüglich, 97 Punkte, Grünes Band !

 

Wilhelm Riebninger

HANNOVER ZUR VZV SCHAU

 

In Hannover konnten wir zum erstenmal unser neues Werbebanner vorstellen.

Leider fanden wir in Erfurt keinen geeigneten Platz.

Es wird in den kommenden Schausaisons immer wieder zu finden sein. Damit wir auf uns und insbesondere auf die Ohiki aufmerksam machen können.

Ziel ist es noch weiteren Züchtern unsere schönen Tiere zu zeigen und zuverbreiten.

Schaubericht Ohiki Dt. Zwerghuhnschau Hannover 2017

 

Mit großer Freude nahm ich die Anfrage von Wilma Oesterwind zur Bewertung der Ohiki auf der SS in Hannover entgegen und möchte mich an dieser Stelle nochmals herzlich für das entgegen gebrachte Vertrauen bedanken. Die Bewertung der Ohiki auf der Deutschen Zwerghuhnschau war eine tolle Erfahrung für mich.

Angesichts des frühen Schautermins im Oktober gilt es die Schauverfassung, Gefiedergüte und Kondition der Ohiki Hähne als positiv herauszustellen. Die hochbewerteten Schauexemplare überzeugten in der gewollten Standtiefe, Rumpfbreite, dem rasseeigenen Seitenprofil mit dem charakteristischen Rückenschwung und auch schon mit voller Schlempe. Das üppige Hals-, Sattel- und Schwanzbefiederung waren bei diesen Tieren für diesen Zeitpunkt schon außergewöhnlich. Wurde der Schwanz nicht ausreichend angehobenen getragen, kam der gewollte Rückenschwung nicht richtig zur Geltung. Bei diesen Tieren war dann „mehr Rückenschwung“ oder „Schwanz etwas angehobener“ auf der Bewertungskarte vermerkt. Weitere Wünsche waren „Übergang abgedeckter“, „Schleppe seitlich voller und geschlossener“. Auch im Bereich der Kopfpunkte gibt es weiterhin Verbessrungsbedarf, denn angeschobene Kehllappen und ungleichmäßige Kammzackeneinschnitte müssen in der Wunsch- oder Mängelspalte vermerkt werden. Vielfach noch verbesserungswürdig erschienen die Ohrscheiben, da hier nicht selten ein roter Rand oder rötliche Einlagerungen in der gelblich-weiß verlangten Ohrscheibe vorhanden waren.

Sind bei den Hähnen die Halsfederenden nicht rein Gold oder Silber, sondern haben eine schwarze Einfassung (sog. Rußkragen), so sollte dies züchterisch korrigiert werden.

 

Auch bei den Hennen war auffällig, dass diejenigen Hennen mit idealem Ohikiprofil oft noch etwas breiter im Sattelbereich sein durften. Umgekehrt war es aber auch so, dass die enorm breiten Hennen vielfach etwas angehobener im Schwanz und auch gewölbter sein mussten. Vereinzelt wünschte ich mir den Schwanzansatz noch etwas breiter und natürlich, auch dem frühen Schauzeitpunkt geschuldet, noch voller und ausgereifter. Bei den Goldhalsigen war der Stand durch die Bank vorbildlich, bei den Silberhalsigen Hennen hingegen wünschte ich mir den Stand noch etwas tiefer. Die weidengrüne Lauffarbe bereitete keinerlei Probleme. Auf glatte, in ihrer Struktur feste Kehllappen gilt es weiter hinzuarbeiten. Stark faltige Kehllappen mit Querfaltenansatz führten bei mehreren Hennen zu Einträgen in der Mängelspalte. Gleiches gilt für nicht ausreichend tief eingeschnittene Kammzacken. Die orangerot geforderte Augenfarbe und auch die Halsfarbe und - Zeichnung der Hennen bereitet im Großen und Ganzen keine Probleme. Die Ohrscheiben der Hennen konnten teilweise ausgeprägter sein.

Farbe und Zeichnung haben sich über die Jahre hinweg weiter deutlich verbessert, was nicht bedeutet, dass bei den Hennen vielfach die Rieselung insgesamt noch zarter sein muss. Außerdem gilt es die Deckenrieselung weiter auszuprägen und die Lachsfarbe auf den Decken weiter zurückzudrängen. Oft muss bei beiden Farbenschlägen auch auf eine viel reduziertere Saumbildung im Mantelgefieder der Hennen hingewiesen werden. Einige silberhalsige Hennen müssen in der Lachsbrust intensiver werden.

 

Unter den 11,22 goldhalsigen und 3,9 silberhalsigen Ohiki in Hannover befand sich eine Reihe an erstklassigen Vertretern, die mit 95 Punkten und mehr ausgezeichnet werden konnten. Bei den Goldhalsigen errangen Karl Stratmann V BB und HV, Wilma Österwind V und 2x HV ging an Viktor Ginter. Bei den Silberhalsigen konnte nicht über 95 Punkte vergeben werden, doch bei diesen Tieren fehlte es nur an Nuancen, um eine noch höhere Note zu erreichen. Herzlichen Glückwunsch an die Erringer der Spitzennoten

Danny Richter

<< Neues Textfeld >>

Jungtierbesprechung in der Kleintierzuchtanlage Verl

Anfang September trafen sich Züchter in der Kleintierzuchtanlage Verl zu einer Jungtierbesprechung.  Es wurden vielversprechende Junge Ohikis gezeigt.

Zuchtwart Uli Freiberger und Stefan Grundmeier vom BZA besprachen die mitgebrachten Ohiki-Jungtiere. Neben den klassischen formanlagen wie Körperbreite und Schwanzaufbau wurden eingehend auf die Standhöhe, Farbgebung sowie eine korrekte rieselung hingewiesen.

Eine lebhafte Diskussion rundete die Tierbesprechung ab.

Alle Anwesenden waren sich einig darüber, es hat sich gelohnt und soll im nächsten Jahr wiederholt werden.

danke Uli, Stefan und Viktor für eure Mühen in Sachen der Ohiki.

Wilma Oesterwind

HSS Internat. Ohiki-Club, Oelde 2017

Auf der Frühjahrschau in Oelde stellten die Ohiki mit 51 Tieren von 6 Ausstellern immerhin über ein Viertel des Schaukontingents. Qualitativ befand sich die Kollektion auf sehr hohem Niveau. So gilt es besonders die Ausgeglichenheit der Schaumannschaft im gewollten Ohikityp mit entsprechender Standtiefe herauszustellen. Dabei war die Schauverfassung und Gefiedervollständigkeit angesichts der Jahreszeit mit Ausnahme einzelner Tiere sehr gut.  

Die Mehrheit der Schautiere wusste in den Hauptrassemerkmalen durch Körperbreite, richtiger Körperlänge und dem typischen Rückenschwung zu gefallen. Um Letztgenannten im anvisierten Maße zu präsentieren, ist eine gewisse Körperlänge notwendig, denn auf einem sehr gedrungenem Rumpf ist der Schwung in der Oberlinie kaum zu realisieren. Einige Hennen durften im Schwanz zudem angehobener, im Sattelbereich noch breiter und mehrere Hähne im Schwanzübergang etwas fließender sein. Eine zu abfallende Körperhaltung musste im Gegensatz zum Vorjahr nicht mehr moniert werden. In der Standtiefe gab es bei den Goldhalsigen nur wenige Abweichungen, wohingegen einige silberhalsige Vertreter nach etwas gedrungener im Stand und gefüllter in der Unterlinie sein durften. Die weidengrüne Lauffarbe bereitet keinerlei Probleme.

Die üppige Hals-, Sattel- und Schwanzbefiederung war bei vielen Hähnen eine wirkliche Zierde und offenbarte den Reiz der Rasse. Dabei konnten die Schwanzschleppen der Spitzenhähne auch eine gewisse Ordnung erkennen lassen. Zu kurze bzw. zu wenige Sichelfedern führten zu deutlichen Punktabzügen. Mehrfach war den Hennen noch etwas typischere Schwanzwölbung, mehr Schwanzbreite und vollere Schwanzeindeckung zu wünschen. In Punkto Gefieder wurden bei 2 Hähnen überlange Handschwingendeckfedern festgestellt. Dies sollte in den Zuchtbeständen kritisch geprüft werden, um dieses Manko nicht zu etablieren.

Die Kopfpunkte haben sich bei den Ohiki über Jahre hinweg erheblich verbessert. Weiterhin ist aber noch Zuchtarbeit hinsichtlich rein weißer Ohrscheiben und möglichst glatter Kehllappen notwendig. Wegen stark faltigen Kehllappen mussten drei Hennen mit 91 Punkte Vorlieb nehmen. Noch immer ist bei einzelnen Hähnen die unerwünschte Tendenz zu einer aufgehellten oder gar grünlichen Augenfarbe festzustellen. Ein steigender Zuchtstand ist auch im Hinblick auf Farbe und Zeichnung zu attestieren. Eine rein schwarze Hahnen- und satte Lachsbrust bei den Hennen sind bei den Goldhalsigen mittlerweile Usus. Dagegen kämpfen einige silberhalsige Hennen noch mit sehr heller Brustfarbe. Einigen ansonsten erstklassigen Ohikitypen verwehrte der Wunsch nach feinerer Mantelrieselung den Weg nach ganz oben. Ein reines Silber im Schmuckgefieder gilt es bei den Hähnen in silberhalsig weiterhin zu fordern.

Unter den 11,24 goldhalsigen und 6,10 silberhalsigen Ohiki in Oelde befand sich eine Vielzahl von erstklassigen Vertretern mit 95 Punkten und mehr. Bei den Goldhalsigen errangen Viktor Ginter 2x V, Karl Stratmann V und HV sowie Bernhard Dreising HV. Unter den Silberhalsigen gingen V und HV an Karl Stratmann. Herzlichen Glückwunsch an die Erringer der Spitzennoten!

Ruben Schreiter

Überraschen Sie Ihre Gäste mit unglaublichen Kuchenkreationen für Veganer.

88. Deutsche Zwerghuhnschau in Rheinberg vom 11. bis 13. November 2016

Vom 11. Bis 13. November durften wir unsere Ohikis zur 88. Deutschen Zwerghuhnschau in Rheinberg zeigen. Hierzu lud der Landesverband Rheinischer Rassegeflügelzüchter in die Messe Niederrhein in Rheinberg ein. Zum Deutschen Meister bei unseren Ohikis können wir Karl Stratmann gratulieren.

 Was zu dieser Zeit noch nicht für alle Aussteller bewußt war, ist das dies die letzte Gelegenheit war seine Tiere noch einmal für alle zu zeigen. Denn kruz  nach Rheinberg kam es zum Bundesweiten Ausstellungsgebot durch die Geflügelgrippe und ihre Folgen.

 Es standen 24 Einzeltiere, die sich in 18 goldhalsige und 6 silberhalsige aufteilten. Ebenso standen im Zuchtbuch zwei Stämme und in der Allgemeinen Stammschau eine Voliere goldhalsige. Die Ohiki zeigten sich in einer hohen Qualität. Ein 1,0 goldhalsiger mit V97 RB von Karl Stratmann zeigte sich mit vollausgereiften Abschluss. Bei den 4 weiteren 1,0 war der Wunsch im Abschluss noch eingedeckter und kleine Wünsche in den Kopfpunkten. Bei den 13 0,1 goldhalsigen zeigte wieder Karl Stratmann die schönste Henne mit sg 95 E. Es zeigten sich hauptsächlich Wünsche im fertigeren Gefieder, im Vorkamm und reiner in der Brustfarbe.

ZG Oesterwind/van Briel zeigten ein ausgeglichenen Stamm mit sg95 SVE und Karl Stratmann eine schöne Voliere sg 95 SVE mit harmonisch zusammen passenden Hennen.

Die 6 silberhalsigen Ohikis von Karl Stratmann zeigten sich in sehr guter Qualität. Hier stach eine 0,1 mit hv96 E heraus. Bei den 1,0 war ein sg95 SVE die höchste Note. Bei den zwei Hähnen gab es Wünsche in der Brustbreite u. –tiefe, Abgedeckter im Übergang und noch reiner in den Flügeldecken. Die 4 Hennen zeigten eine schöne Rückenbreite,  gewölbte Brust und Farbe. Sie sollten aber noch abgedeckter und gefüllter im Abschluss sein.

Im großen Ganzen zeigten sich die Ohikis in einer sehr ausgeglichenen Qualität. Auch haben sie in der Halle einen guten Stand gehabt, da sie gleich am Anfang einer Reihe standen.

 

Stefanie Walter

HSS Internat. Ohiki-Club, Annaberg-Buchholz 2016

Mit großer Freude nahm ich die Anfrage von Wilma Oesterwind zur Bewertung der Ohiki auf der HSS in Annaberg-Buchholz entgegen und möchte mich an dieser Stelle nochmals herzlich für das entgegen gebrachte Vertrauen bedanken. Die Bewertung auf dieser Frühjahrs-HSS mit den Kollegen der Langschwanz- und Langkräherrassen war eine tolle Erfahrung und die Züchtergespräche am Samstagnachmittag hatten sehr sachlichen und konstruktiven Charakter.

Mit 70 Ohiki konnten die kleinen Japaner in einer Region, die von den wenigen Zuchtzentren z.T. sehr weit entfernt ist, ein großartiges Ergebnis erzielen. Qualitativ wusste dieses Schaukollektiv zu begeistern. Wenn ich als Außenstehender an Ohiki von vor acht oder zehn Jahren zurückdenke, hätte ich im Jahr 2016 eine derartige Qualitätsbreite wie in Annaberg-Buchholz nicht für möglich gehalten.

Angesichts der Schautermins im April gilt es die Schauverfassung, Gefiedergüte und Kondition der allermeisten Ohiki als positiv herauszustellen. Eine Vielzahl der Schauexemplare überzeugte in der gewollten Standtiefe, Rumpfbreite und dem rasseeigenen Seitenprofil mit dem charakteristischen Rückenschwung. Wurde der Schwanz nicht ausreichend angehobenen getragen, kam der gewollte Rückenschwung nicht richtig zur Geltung. Bei diesen Tiere war dann „mehr Rückenschwung“ oder „Schwanz etwas angehobener“ auf der Bewertungskarte vermerkt. Problematisch erscheint diese Problemzone v.a. bei Hähnen, die sich zu stark abfallend in der Körperhaltung präsentieren.

Besonders bei den Goldhalsigen war auffällig, dass diejenigen Hennen mit idealem Ohikiprofil oft noch etwas breiter im Sattelbereich sein durften. Umgekehrt war es aber auch so, dass die enorm breiten Hennen vielfach nicht so „profilstark“ waren und z.T. nicht die ideal gewölbte Schwanzpartie besaßen. Beides versuchte ich abzuwägen und letztlich Tiere an die Spitze zu setzen, die den goldenen Mittelweg verkörpern. Gerade in dieser Position sei die silberhalsige V-Althenne als lebendes Musterbild hervorgehoben. Bei enormer Körperbreite zeigte sie eine bestechende Ohikiform mit erstklassigem Schwanzaufbau und vollständiger Schwanzeindeckung. Vereinzelt wünschte ich mir den Schwanzansatz noch etwas breiter und – v.a. bei den silberhalsigen Hennen – den Stand noch etwas tiefer.

Eine Augenweide war die üppige, volle Sattel- und Schwanzbefiederung der meisten Hähne, die damit ihrer Rasse alle Ehre machen konnten. Bei einzelnen Vertretern durfte die Schwanzbesichelung seitlich noch gefüllter und trotz enormer Federlänge z.T. etwas geordneter sein. Analog wiederholte sich bei den Hennen auch der Wunsch „Schwanz noch eingedeckter“.

Soweit zu den wesentlichen Merkmalen Standtiefe, Körperbreite, Ohikiform sowie üppige Hals-, Sattel- und Schwanzbefiederung, die bei der Bewertung als Schwerpunkte dienten. Nebenmerkmale wurden sehr wohl erfasst und ggf. auch kritisiert, hatten aber bei der Notenfindung weitaus weniger Gewicht. Die weidengrüne Lauffarbe bereitete keinerlei Probleme. Auf glatte, in ihrer Struktur feste Kehllappen gilt es weiter hinzuarbeiten. Stark faltige Kehllappen mit Querfaltenansatz führten bei mehreren Hennen zu 91 Punkten. Gleiches gilt für nicht ordentlich gespreizte Hinterzehen. Die orangerot geforderte Augenfarbe gilt es weiterhin zu beachten und war bei einzelnen Alttieren vereinzelt kritikwürdig. Vielfach noch verbesserungswürdig erschienen die Ohrscheiben, da hier nicht selten ein roter Rand oder rötliche Einlagerungen in der gelblich-weiß verlangten Ohrscheibe vorhanden waren.

Farbe und Zeichnung haben sich über die Jahre hinweg deutlich verbessert, was nicht bedeutet, dass bei den Hennen vielfach die Rieselung insgesamt noch zarter, die Deckenrieselung ausgeprägter und die Deckengrundfarbe weniger rot sein dürfte. Mehrere im geforderten „Ohikiprofil“ erstklassige Hennen, konnten wegen ihrer doch recht rötlichen Mantelfarbe nicht in die vorderste Spitze dringen. Sind bei den Hähnen die Halsfederenden nicht rein gold, sondern haben eine schwarze Einfassung (sog. Rußkragen), so sollte dies züchterisch korrigiert werden.

Unter den 15,34 goldhalsigen und 6,15 silberhalsigen Ohiki in Annaberg befand sich eine Reihe an erstklassigen Vertretern, die mit 95 Punkten und mehr ausgezeichnet werden konnten. Bei den Goldhalsigen errangen Karl Stratmann V und HV, Stefanie Walter V, Horst Jobs 2x HV und Viktor Ginter 2x HV. Unter den Silberhalsigen gingen 2x V an Wolfgang Vits und HV an Karl Stratmann. Herzlichen Glückwunsch an die Erringer der Spitzennoten!

Ruben Schreiter

So gesehen ...

1997 auf der 69. Deutschen Zwerghuhnschau in Köln habe ich die ersten Ohiki gesehen. Sie wurden von Altmeister und Japankenner Wolfgang Viets als Neuzüchtung vorgestellt und bald danach auch anerkannt. Die kecken zutraulichen Zwerghühner mit der beachtlichen Schwanzfülle hatten es mir angetan. Folgerichtig reifte in mir der Wunsch, mich dieser Rasse neben meinen seit Jahrzehnten gezüchteten weißen Zwerg-Wyandotten zu widmen. Danach ging alles ganz schnell. Von Wolfgang Viets erhielt ich einen kleinen Zuchtstamm von Vertretern des goldhalsigen Farbenschlages.

 

Den ursprünglichen Gedanken, diese Tiere neben meinen Zwerg-Wyandotten zu halten und die Küken gemeinsam aufzuziehen, musste ich allerdings schnell aufgeben. Ohiki sind eben in jeder Beziehung etwas Besonderes! Meine Erfahrungen möchte ich darum festhalten und auch weitergeben.

 

Bei mir bilden Stämme von 1.2 bzw. 1.3 (in Ausnahmefällen 1.4) die Zuchtbasis, die dann Mitte Januar zusammengestellt werden. Mit entsprechendem Futter und ausreichend Licht versorgt, beginnen die Hennen auch bald mit dem Legen und die Bruteier können gesammelt werden. Mein Ziel ist es, Ende Februar/Anfang März den ersten Schlupf zu erleben.

 

Brut und Schlupf in den vollautomatischen Brutmaschinen gestalten sich auch für unsere Ohiki unspektakulär. Anders sieht es allerdings mit der Aufzucht aus. Mit meinen Erfahrungen von den Zwerg-Wyandotten stieß ich schnell an die Grenzen und ich konnte mit nur mäßigen Erfolgen aufwarten. Diese Erfahrungen und viele Gespräche mit Zuchtfreunden haben zu einer Aufzuchtmethode geführt, die mir täglich Freude bereitet und gute Ergebnisse bringt.

 

Für meine Ohiki-Küken habe ich eine Aufzuchtbox (100 x 70 cm) gebaut, die von oben bedient werden kann. In diese Box stelle ich eine Wärmeplatte in schräger Anordnung. Das heißt, der Abstand der Platte zum Boden beträgt hinten 7 cm und vorne 11 cm. Dadurch können die Küken die benötigte Wärme selbst bestimmen, indem sie den idealen Ruheplatz individuell wählen. Unter der Wärmeplatte liegt in der ersten Woche ein Handtuch, auf dem sich die Küken gut halten können. Die freie Fläche der Box wird mit Spänen ausgerüstet.

 

Eine entscheidende Komponente für eine erfolgreiche Aufzucht bildet das Licht. In den ersten Lebenstagen wird die Box durch eine 40-Watt Glühbirne 24 Stunden erhellt. Sparlampen und Neonröhren sind nach wissenschaftlichen Untersuchungen hier ungeeignet. Sie spenden Helligkeit, die für unser Federvieh als „Flackerlicht“ wahrgenommen wird und somit die Tiere belästigt. Erst in der zweiten Woche gebe ich den Küken eine Nachtruhe von drei bis vier Stunden die ich langsam steigere. Die kleinen Küken können also die Futter- und Wasseraufnahme selbst bestimmen und zwar rund um die Uhr. Das ist äußerst wichtig und garantiert die erfolgreiche Aufzucht. In dieser Zeit erhalten die Küken bei mir abgekochtes Wasser oder gar dünnen Kamillentee. Gute Erfahrungen habe ich außerdem mit Kükenstarter in Mehlform gemacht. Das Mehl wird anfangs auf Wellpapier in der Nähe der Heizplatte gereicht. Auf einem geringen Abstand zur Tränke sollte unbedingt geachtet werden, denn unsere Ohikiküken sind auch wegen der kurzen Läufe in den ersten Lebenstagen sehr unbeholfen.

 

Die Aufzucht der Ohiki mit Küken anderer verzwergter Rassen kann ich nicht empfehlen. Dagegen können einzelne wenige Küken anderer Zwerghühner in vergleichbarer Größe hilfreich sein. Diese leiten den Ohiki-Nachwuchs in der Regel an und führen die Küken zu den Futterstellen. Bei der weiteren Aufzucht kann man zur Normalität übergehen. Das gilt auch für das Impfprogramm.

 

So gesehen …. und wenn diese rassespezifischen Eigenarten gerade bei der Aufzucht berücksichtigt werden, machen die „kleinen Japaner“ große Freude.

 

Karl Stratmann

 

Schau Berichte

Ein kleiner Blick ins Schauwesen

VZV-Schaubericht 2013 in Leipzig

Zur Lipsia 2013 hatten vier Mitglieder des Ohiki-Clubs 33 Ohiki des Jahrgangs 2013 gemeldet, 27 goldhalsige und 6 silberhalsige, 3 Käfige eine Zuchtfreundes blieben leer. Fass alle Tiere zeigten eine gepflegte Schauqualität, nur wenige Hennen bei den goldenen waren aufgrund des späten Schautermins schon über ihren Zenit hinaus. Die wenigen g-Noten waren u. a. den unzureichenden Ohrscheiben geschuldet. Nachdem wir in den ersten Jahren bei der Beurteilung der Ohrscheiben recht großzügig bewertet haben, läßt die allgemeine Verbesserung dieses Rassemerkmales es jetzt zu, dass wir hier genauer hinsehen und mehr verlangen können: Nämlich eine dickere weiße Struktur ohne rote Umrandung. Wenn man die Ohiki mit anderen goldhalsigen Rassen vergleicht, dann ist die gleichmäßige Farbe des Mantelgefieders – und hier besonders die Rieselung – noch verbesserungsbedürftig. Die besten Hennen zeigten aber an, dass Fortschritte möglich sind. Stecken wir hier ein Ziel ab für die nächsten Jahre! Meine häufigste Kritik betraf aber die Standhöhe: Es gefiel nur nicht, dass ich bei den Goldhalsigen zwölfmal, das heißt bei jedem zweiten Ohiki die Länge der Läufe kritisieren musste: „Steht zu hoch“ als Mangel und „im Stand nicht höher“ als Wunsch, damit ein sg noch möglich war. Zuhause schaute ich mir meine Kollektion und die zahlreichen Fotos von Tieren japanischer Freunde an und kam zu dem Schluss: Der japan. Standard verlangt einen tieferen Stand als den, welchen die Hälfte der Goldhalsigen in Leipzig zeigten. Daran müssen wir arbeiten! Die japanischen Ohiki sind Kulturgut fernöstlicher Rassegeflügelzucht, die wir mit Respekt vor einer Veränderung in Europa bewahren sollten. Als langjähriger Züchter der Rasse weiß ich, dass es mit sehr tief gestellten Tieren schwieriger wird, eine hohe Befruchtungsrate zu erzielen. Aber da gibt es Rezepte! Man paare keinen sehr tief gestellten Hahn an ebenso kurzbeinige Hennen. Der Hahn mit den längeren – nich langen! – Beinen hat weniger Probleme beim Tretakt. Ich geben die Empfehlung, die Hennen im Frühjahr rund um die Kloake vorsichtig – d. h. die weichen Federn etwa zur Hälfte – zu beschneiden. Auf diese Weise habe ich selbst nie weniger als 50 % Befruchtung erzielt. Kommen die „beschnittenen“ Hennen zu unserer Frühjahrsschau Ende April sollten unsere Sonderrichter daran keinen Anstoß nehmen. Einheitlicher im Rassewert waren die 2,4 Silberhalsigen. Das ist kein Wunder, sie waren aus einem Stall und folglich gleichmäßiger in einer einer soliden sg-Qualität. Den besseren 1,0, mit „hv ELK“ bewertet, wünschte ich noch etwas größere und dickere Ohrscheiben für die Höchstnote. Noch ein Wort zur Fertigkeit der Hahnenschwänze, auch auf späteren Schauen: Selbst wenn die Ohiki im Februar geschlüpft sind – was ich aus Liebe zu den Tierchen nicht befürworte – sind die Schwanzfedern der Hähne im Dezember noch nicht ausgereift, trocken, wie wir sagen; manchmal erst im April oder noch später. Das betrifft nicht nur die Ohiki, sondern auch andere Rassen mit üppigem Steuergefieder. Habt darum keine Sorge! Unsere Sonderrichter wissen und berücksichtigen das. Ich musste in Leipzig einige Kritiker darüber informieren und beruhigen. Ich beurteilte die Kollektion mit zweimal „V“ und dreimal „hv“. Preise waren ausreichend vorhanden. Die Zusammenarbeit mit Obermann Möckel war gut. An den Besuchstagen war das Interesse an unseren Ohiki seitens der Besucher aus dem In- und Ausland wie immer recht groß. Mein Wunsch: Es ist erstrebenswert, dass sich bei den nächsten Schauen mehr Ohikifreunde beteiligen. Die Ehrenpreise erhielten: Karl Stratmann (V LVE PL, 2 x sg 95 SE, v EB3, sg 95 PE, hv ELK) auf goldhalsige, die Zuchtgem. Oesterwind/ van Briel (sg 95 PE und hv E) auf goldhalsige und auf silberhalsige Karl Stratmann hv ELK (Fragt mich bitte nicht, was ELK bedeutet!). Ich wünsche allen Zuchtfreunden eine erfolgreiche Aufzucht! Auf Wiedersehen bei der Frühjahrsschau!

Wolfgang Vits

95. Nationale 2013 in Dortmund

Die Ohiki waren in Dortmund mit insgesamt 21 Tieren vertreten, allesamt Jungtiere und in beiden Farbenschlägen. Die goldhalsigen mit 4,13 und die silberhalsigen mit 1,3. Bei den 4 goldhalsigen Hähnen überragte der v-Hahn in der verheißungsvollen v-Käfignummer 3333, da gab es nichts auszusetzen. Der folgende Käfignachbarstand dem kaum nach, jedenfalls in den Hauptrassemerkmalen, kleiner Wunsch an der Kammfahne. Ebenfalls sehr überzeugend der erste Hahn mit prima Federbildung, aber er durfte im Stand etwas tiefer sein. Im Körper und Gefieder gefiel der g-Hahn auch, aber nicht so sehr in den Kopfpunkten, da gab es Abzüge für angeschobene Kehllappen und vor allen Dingen reichlich rote und faltige Ohrscheiben.

Unter den 13 Hennen 3 mit der Note gut, zweimal haperte es auch hier an den Kopfpunkten, Kammschnitt und Ohrscheiben, alles andere im sg-Bereich, überwiegend stimmten die Figur, die typische Haltung und auch die Standhöhe sowie die wichtige Federbildung. Farblich gab es wenig zu beanstanden, zweimal durfte die Brustfarbe intensiver sein, einmal die Rieselung feiner. Ansonsten ergaben sich die Abstufungen auch hier überwiegend durch Wünsche in den Kopfpunkten: Kammschnitt und Ohrscheiben. Selbst bei der hv-Henne war die Kammfront der kleine Wunsch, der die Höchstnote verhinderte.

Die silberhalsigen sind doch recht rar, aber von einer Qualität, die den goldhalsigen

nicht nachsteht. Bei vier Tieren je einmal 96, 95 und 94 Punkte für entsprechende Formen, Haltung, Stand und Farbbild. Diese Merkmale konnten auch der g-Henne bescheinigt werden, sie zeigte nur wenig Gesichtsblüte und nicht ganz faltenfreie Kehllappen.

Die Züchterbasis dürfte etwas breiter sein, alle Tiere von 3 Züchtern, v und zweimal hv von Karl Stratmann.

 

Wilhelm Riebniger

Bundesschau 2014 in Hannover

 

Mitte Oktober 2014 traf sich die Züchterwelt in Hannover zur traditionellen 133. Deutschen Junggeflügelschau. Dank der angeschlossenen 86. Deutschen Zwerghuhnschau und der 41. VHGW-Bundesschau umfasste der übersichtliche Katalog annähernd 19.000 Nummern. Die vielen Sonderschauen und mit Liebe gestalteten Präsentationen einzelner Rassen machten Hannover zu einem unvergessenen Erlebnis für Aussteller und Besucher.

Unter der großen Familie der Zwerghühner (ca. 10.000 Tiere) waren die Ohiki mit 22 Exemplaren vertreten. Wilma Oesterwind, Viktor Ginter und Karl Stratmann stellten 4,14 goldhalsige und 0.4 silberhalsige Ohiki vor. Die goldhalsigen Hähne waren erstaunlich ausgereift zu Beginn der Schausaison. Besonders der mit VBB herausgestellte 1.0 von K. Stratmann zeigte  den geforderten üppigen und vollbefiederten Sattel und Schwanz. Die Sicheln und Nebensicheln waren gut ausgebildet und ergaben bei dem gewünschten recht tiefen Stand einen harmonischen Gesamteindruck. Erkennbare Fortschritte wurden in den letzten Jahren bei den Kopfpunkten erreicht. Gleichmäßig gezackte Kämme, faltenfreie, gut gerundete Kehllappen und feste gelblich weiße Ohrscheiben zeichnen einen guten Ohikihahn aus. Die leicht abfallende Körperhaltung bei einer etwas vorgewölbten Brust scheint in den Zuchten gefestigt zu sein. Dagegen sollte auf einen angehoben getragenen Schwanz in Zukunft verstärkt geachtet werden. Denn nur diese Tiere zeigen den gewünschten Schwung in der Rückenlinie.

Die Hennen präsentierten sich ausgeglichen in der Größe. Nur bei einigen 0.1 wurde an eine idealere Standhöhe erinnert. Große Fortschritte kann man bei der Farbe erkennen. Hennen mit einem Mantel- und Schwanzgefieder in hell graubraun mit schwarzer Rieselung und hellbrauner Nervzeichnung prägten das einheitliche Bild bei den goldhalsigen Ohikihennen. Auch die silberhalsigen 0.1 überzeugten in der Farbe und zwar im Kopf und Halsbehang, wie auch in der hell lachsfarbigen Brust. Wenn bei den Ohiki auch die farbliche Perfektion eines Deutschen Zwerghuhnes noch nicht erreicht werden kann, so sind die Züchterinnen und Züchter in dieser Frage aber auf einem guten Weg. Die Fortschritte der letzten Jahre machen hier Mut. Eine vorbildliche Henne war in Käfignummer 9921 zu bewundern. Diese mit hv ZB bewertete 0.1 von Viktor Ginter stach schon beim Einsetzen der Tiere heraus und erhielt völlig zu Recht diese hohe Note. Sie zeigte in vorbildlicher Weise den rassetypischen breiten Schwanzansatz.

Die kleine aber feine Kollektion in Hannover wurde abgerundet durch einen Stamm im Zuchtbuch von Wilma Oesterwind (sg 95 KVE) und einer Voliere von Karl Stratmann (hv 96 VZV-EB).

Karl Startmann

Bundessiegerschau 2014 in Leipzig

Auf der Nationalen Bundessiegerschau in Leipzig Anfang Dezember waren die Ohiki allerdings schwach vertreten. 2.4 goldhalsige und 0.3 silberhalsige Ohiki von Karl Stratmann in der allgemeinen Klasse und 1.4 goldhalsige Tiere von Lena Lummermeier in der Jugendgruppe sind einfach zu wenig. Hier gilt es also, die Züchter/innen zu aktivieren und die Schaubeteiligungen im Vorfeld abzustimmen.

Die Tiere zeigten sich in der vorher beschriebenen Qualität. Herausgestellt und mit hv 96 Leipziger-Band bewertet wurde hier eine silberhalsige Henne. Erfreulich auch die kleine aber überzeugende Kollektion goldhalsiger Ohiki von Jungzüchterin Lena Lummermeier: 1 x g 92, 4 x sg 94 und 1 x hv 96 LVE waren der berechtigte Lohn. Man kann den amtierenden drei Preisrichtern, allesamt keine Mitglieder des Clubs oder Sonderrichter der Rasse, eine solide Arbeit bescheinigen.

Die Qualität unserer Ohiki ist überzeugend, das hat die letzte Schausaison gezeigt. An der Quantität müssen wir aber noch arbeiten. Vier Aussteller auf den Bundesschauen entsprechen nicht der Stärke unseres Ohiki-Clubs. Da ist also noch Luft nach oben!

 

Karl Stratmann

Aufnahmeantrag

Druckversion Druckversion | Sitemap
© Ohiki-Info